„In letzter Zeit wurde unserer Ansicht nach politisch mal wieder zu viel geredet
und zu wenig gehandelt. Wir ändern das jetzt!“ erklärt JU-Chef Florian Gibbe mit
deutlichen Worten zu Beginn einer Pressemeldung des JU Stadtverbandes. Die
Nachwuchspolitiker haben in den letzten Wochen ein neues umfangreiches
Programm zur Verbesserung der Lebensqualität in Langenselbold ausgearbeitet
und beginnen in den kommenden Wochen Stück für Stück mit der Umsetzung.
„Unser neues Konzept trägt den Titel „Selbold Sicher und Sauber“. Wir wissen
alle, dass vom zuschauen nichts in unserer Stadt oder unserer Gesellschaft
besser wird. Mit unseren neuen Projekten leisten wir unseren Beitrag und bieten
den Bürgerinnen und Bürgern eine Möglichkeit sich ebenfalls für ihre Stadt und
ihre Mitbürger zu engagieren und etwas zu verbessern“ berichtet Patrick Heck als
Mitglied des Vorstandes.

Das Konzept der Jungen Union basiert auf zwei Bausteinen. Den Grundstein bildet
das Thema „Sicherheit und Ordnung“. Die zentralen Forderungen der JU sind
Überarbeitung der lokalen Gefahrenabwehrverordnung als Präventionsmittel. Ein
Alkoholverbot ab 22:00 Uhr an bestimmten Plätzen im öffentlichen Raum
(darunter Schlosspark, Gründau-Aue und Rentnerschnellweg, Spielplätze und die
sogenannte „REWE-Rampe“ am Ringcenter). Für Veranstaltungen sollen
Ausnahmen geregelt werden. Zudem möchte man die Stadtverwaltung mit der
Ausarbeitung einer Langenselbolder Owi-Statistik inkl. räumlicher Darstellung in
Form einer Karte beauftragen. Ebenfalls auf der Agenda der JU ist die
Verbesserung der Erreichbarkeit der Stadtpolizei in den Abendstunden und die
Prüfung einer Interkommunalen Zusammenarbeit (IKZ) im Bereich Streetworker
und Jugendsozialarbeit. Für ihre Projekte und Vorschläge wird sich die JU auch im
städtischen Präventionsrat stark machen. Nach wie vor kritisieren die
Nachwuchspolitiker den nur unregelmäßigen Sitzungsrhythmus des
Präventionsrates. „Es ist für uns nicht nachvollziehbar weshalb man die Synergie
dieses Gremiums nicht voll ausnutzt und die Erstellung des lokalen
Sicherheitsprogrammes auf die lange Bank schiebt. Wenn der zuständige
Dezernent Timo Greuel in seinem Fachbereich nicht liefern kann, dann erledigen
wird dies eben“ erklärt der JU Vorstand einstimmig. Die Junge Union sieht in der
Verpflichtung des Ordnungsamtes, der Stadtpolizei und des Bauhofes zur
Anwendung der „Broken-Window“-Strategie einen wichtigen Ansatzpunkt in
Bezug auf das Thema Prävention und Sicherheit.

Der zweite Baustein basiert auf dem Thema Umwelt und Nachhaltigkeit. „Wir
brauchen nicht auf Demonstrationen für unsere Umwelt zu gehen wir packen
gleich vor Ort an.“ erklärt Gibbe. Die Mitglieder der JU sehen ein Problem in der
zunehmenden Verschmutzung der städtischen Grünflächen und der Vermülllung
öffentlicher Plätze. Dabei ist den Jugendlichen vor allem die Verschmutzung von
Spielplätzen, dem Schlosspark und der Gründauaue ein Dorn im Auge.
Im Rahmen ihres neuen Konzeptes machen sich die Selbolder Jugendlichen für
eine Ertüchtigung des in die Jahre gekommenen Langenselbolder Naturlehrpfades
zwischen Waldhof und Schießhütte stark. Hierzu wurde vor wenigen Tagen ein
Kooperationsprojekt zwischen Stadtverwaltung und der Jungen Union vereinbart.
„In unserem Gespräch mit dem Stadtbiologen Herrn Wissel haben wir unsere
Ideen und Vorschläge besprochen und viel Lob erhalten. Als Ergebnis können wir
nun eine Kooperation mit der Stadt verkünden. Die Junge Union wird an einem
öffentlichen Aktionstag, zudem auch die Bürgerinnen und Bürger aller
Altersklassen eingeladen sind, den bestehenden Naturlehrpfad renovieren. Die
Stadtverwaltung unterstützt, dass Projekt mit Rat und Tat unter anderem beim
Grünschnitt. Zudem prüfen Stadt und JU die Modernisierung und Erweiterung des
bestehenden Informationsangebotes entlang des Naturrundweges am Fuße des
Weinberg.

Das es der JU beim Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit ernst ist, zeigt auch
das zweite in Kooperation mit der Stadtverwaltung anvisierte Projekt. Im Rahmen
eines Forst-Projektes mit öffentlicher Beteiligung, setzt sich die Junge Union für
die Anpflanzung von bis zu 1.000 neuen Bäumen auf dem Langenselbolder
Buchberg ein. „Wir kennen die Vorteile von Wäldern für den Naturschutz und die
Ökologie. „Ein lokales Forstprojekt ist eine fabelhafte Möglichkeit, um über Jahre
hinweg einen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Dabei spielt die
besondere Fähigkeit von Bäumen bei der Bindung von Kohlenstoffdioxid (CO2)
eine zentrale Rolle. Ein Baum ist günstig und kann pro Jahr etwa 10kg CO2 aus
der Luft filtern. Das ist ein Anfang, wir sagen aber auch klar, dass
Baumpflanzungen allein den Klimawandel nicht stoppen können, hierzu bedarf es
weiterer Maßnahmen“ erklärt Gibbe abschließend.

Die Junge Union Langenselbold informiert in den kommenden Wochen regelmäßig
über die aktuellen Fortschritte und die Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung. Wer
auf dem aktuellen Stand bleiben will kann der „Jungen Union Langenselbold“ auf
Facebook folgen.

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