Die Junge Union Hanau/Maintal spricht sich aufgrund der Kosten i.H.v. 50.000 Euro klar gegen die Installation eines sogenannten „Actibump“-Systems auf der Langstraße in der Hanauer Innenstadt aus. Dieses System erfasst mittels Radars das sich nähernde Fahrzeug und senkt bei Übertretung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit eine in der Fahrbahn eingelassene Bodenplatte um etwa 4 cm ab. Tatsächlich kam es in letzter Zeit vermehrt zu schnellen Durchfahrten der Langstraße, oft auch mit hohen Drehzahlen und dementsprechender Geräuschkulisse, sodass nicht nur das schnelle Fahren selbst eine Gefahr für Passanten darstellte, sondern es auch zu erheblichen Störungen durch den Motorenlärm kam und Gegenmaßnahmen daher unabdingbar sind.

„Wir teilen zwar das Ziel dieser Maßnahme, nämlich die Verhinderung des Fahrens mit überhöhter Geschwindigkeit und lautem Motorenlärm in diesem Bereich, jedoch erscheinen uns aufgrund der zu erwartenden Kosten i.H.v. 50.000 € preisgünstigere Alternativen vorzugswürdig“, so der Schatzmeister Sören Winter. Alternativen, wie etwa fest installierte Bodenschwellen, welche die Geschwindigkeit auf etwa 10-20 km/h herunterregeln, seien bei einem Anschaffungspreis von etwa 200 € pro Stück nicht nur preislich weit überlegen, sondern sie würden sogar darüber hinaus den Vorteil bergen, dass sie in dem betreffenden Bereich mehrfach hintereinander verlegt werden könnten und so dem Nachteil des „Actibump“-Systems entgegenwirken würden. Dieser Nachteil bestünde darin, dass nach dem Passieren der absenkbaren Bodenschwelle mit korrekter Geschwindigkeit, diese wieder bedenkenlos erhöht werden könnten. Warum sich hier trotzdem für eine Anschaffung eines solch teuren Systems entschieden wurde, sei unklar.
Nach Ansicht der Jungen Union Hanau/Maintal könnten die eingesparten Finanzmittel sicher anderweitig besser verwendet werden.

« Selbold, Sicher und Sauber HSB soll halbe Millionen Euro nicht verschwenden »